70 Jahre Auslandsdienst der Malteser
Eine Erfolgsgeschichte internationaler Zusammenarbeit
Seit 70 Jahren verbindet der Auslandsdienst der Malteser Menschen, Organisationen und Ideen über Ländergrenzen hinweg. Was 1956 mit humanitärer Hilfe und ersten internationalen Hilfseinsätzen begann, hat sich zu einem starken Netzwerk langfristiger Partnerschaften entwickelt. Aus Unterstützung wurde Zusammenarbeit, aus einzelnen Projekten entstanden belastbare Beziehungen, die den internationalen Malteserverbund bis heute prägen.
Die Anforderungen an die internationale Zusammenarbeit haben sich dabei stetig verändert. Neben humanitärer Unterstützung stehen heute vor allem gemeinsames Lernen, Organisationsentwicklung, ehrenamtliches Engagement, Krisenvorsorge und grenzüberschreitende Kooperation im Mittelpunkt. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen entwickelt der Auslandsdienst Fähigkeiten, Strukturen und Netzwerke für aktuelle und zukünftige Herausforderungen.
Sieben Jahrzehnte Engagement über Grenzen hinweg
Die Geschichte des Auslandsdienstes ist auch die Geschichte eines Wandels: Aus Hilfseinsätzen wurden langfristige Partnerschaften. Aus Unterstützung entstand gemeinsames Lernen, gegenseitige Verantwortung und internationale Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
1956 Erste Auslandshilfe während des Ungarnaufstandes
Mit der Unterstützung von ungarischen Geflüchteten an der ungarisch-österreichischen Grenze nach dem Volksaufstand leisten die Malteser erstmals Hilfe über nationale Grenzen hinweg.
Der Einsatz markiert den Beginn der internationalen Arbeit der Malteser und legt den Grundstein für den späteren Auslandsdienst.
1966-1975: Medizinische Nothilfe in Vietnam
Die Malteser engagieren sich in der medizinischen Versorgung während des Vietnamkriegs und sammeln wichtige Erfahrungen in komplexen humanitären Krisen.
Internationale Hilfe wird zu einem festen Bestandteil des Engagements der Malteser.
Ab 1981: Humanitäre Hilfe für Polen
Im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Krise leisten die Malteser umfangreiche Unterstützung über kirchliche Netzwerke.
Die Zusammenarbeit mit Partnern in Mittel- und Osteuropa gewinnt an Bedeutung.
1989: Politische Wende in Mittel- und Osteuropa
Die politischen Veränderungen in Mittel- und Osteuropa eröffnen neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Vernetzung.
Der Schwerpunkt verlagert sich zunehmend von der Unterstützung einzelner Projekte hin zum Aufbau dauerhafter Partnerschaften.
1990er Jahre: Aufbau starker Partnerorganisationen
In zahlreichen Ländern entstehen oder wachsen Malteserorganisationen, begleitet durch fachliche Unterstützung und langfristige Kooperationen.
Der Fokus liegt zunehmend auf Organisationsentwicklung und nachhaltigem Strukturaufbau.
2003-2005: Ausbau des internationalen Netzwerkes
Die Zusammenarbeit in Mittel- und Osteuropa wird weiterentwickelt und ein internationales Malteser-Netzwerk wird systematisch ausgebaut.
Gemeinsame Projekte, fachlicher Austausch und grenzüberschreitende Zusammenarbeit rücken in den Vordergrund.
2015: Anerkennung als ehrenamtlicher Fachdienst
Der Auslandsdienst wird als eigenständiger ehrenamtlicher Fachdienst des Malteser Hilfsdienstes gestärkt.
Internationale Partnerschaftsarbeit und globales Engagement werden dadurch dauerhaft im Verband verankert. Der Auslandsdienst etabliert sich als wichtiger Knotenpunkt internationaler Partnerschaften.
Ab 2020: Partnerschaftliche Krisenreaktion
Covid-Pandemie, Krieg in der Ukraine, Naturkatastrophen und andere Krisen zeigen die Bedeutung belastbarer Netzwerke und grenzüberschreitender Zusammenarbeit.
Der Auslandsdienst stärkt den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen im internationalen Malteserverbund.
Heute: Internationale Plattform für Partnerschaft, Lernen und Engagement
Der Auslandsdienst verbindet Partnerorganisationen, Ehrenamtsengagement und Fachdienste über Ländergrenzen hinweg.
Er fördert internationales Lernen, unterstützt Organisationsentwicklung und stärkt die Krisenresilienz des Malteserverbundes durch langfristige Partnerschaften und gemeinsame Verantwortung.
Heute ist der Auslandsdienst Knotenpunkt der internationalen Partnerschaftsarbeit der deutschen Malteser. Er verbindet Partnerorganisationen, Ehrenamtliche und Fachdienste über Ländergrenzen hinweg, fördert gemeinsames Lernen, begleitet Organisationsentwicklung und stärkt durch langfristige Partnerschaften die Krisenresilienz im internationalen Malteserverbund.
Gemeinsam Zukunft gestalten
70 Jahre Auslandsdienst stehen für gelebte Solidarität, vertrauensvolle Partnerschaften und das Engagement vieler Ehrenamtlicher. Gleichzeitig ist das Jubiläum ein Anlass, den Blick nach vorn zu richten.
Auch künftig wird der Auslandsdienst die internationale Zusammenarbeit innerhalb des Malteserverbundes stärken und weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei:
- Stärkung des internationalen Netzwerks sowie langfristiger Partnerschaften und Netzwerke
- Förderung von Krisenresilienz durch Wissenstransfer, gemeinsame Vorbereitung und Zusammenarbeit
- Ausbau internationaler Engagement- und Austauschmöglichkeiten für Ehrenamtliche
- Unterstützung von Organisationsentwicklung und gegenseitigem Lernen im Malteserverbund
- Vernetzung von Fachkompetenz, Innovation und internationaler Zusammenarbeit
Gemeinsam gestalten die Malteser eine Zukunft, in der Partnerschaften auf Augenhöhe, gegenseitiges Lernen und internationale Solidarität die Grundlage eines starken und resilienten Malteser-Netzwerks bilden.