Erzbistum Bamberg. Die Malteser im Erzbistum Bamberg haben eine neue Diözesanoberin: Monika Stuart-Houghton (52) wurde am 25. Oktober in ihr Amt berufen. Die Politikwissenschaftlerin bringt umfangreiche berufliche und ehrenamtliche Erfahrung mit – von der Pressearbeit über redaktionelle Leitungsaufgaben bis hin zum langjährigen Engagement bei den Maltesern, unter anderem als Pressesprecherin, bei Wallfahrten und in Besuchsdiensten. Beruflich arbeitet sie heute als Redakteurin bei DATEV in Nürnberg. Ihre Freizeit widmet die Mutter eines 18-jährigen Sohnes dem Tennis und dem Chorgesang. Wir haben mit Monika Stuart-Houghton über ihre bisherigen Stationen, ihre Motivation und ihre Botschaft an die Ehrenamtlichen gesprochen.
Frau Stuart-Houghton, der Name „Monika Stuart-Houghton“ ist bei den Maltesern alles andere als unbekannt. Wo und in welchen Aufgaben haben Sie bisher gearbeitet?
Mein Engagement für die Malteser begann schon während meiner Schulzeit. Ich kann mich noch genau erinnern, wie stolz ich war, als ich mit 17 Jahren bei meiner Ausbildung zur Schwesternhelferin das weiße Schwesternkleid mit MHD-Logo tragen durfte. Diese Vorliebe für die weiße Schwesterntracht ist geblieben – seit 2003 bin ich regelmäßig mit dem Bayerischen Lourdeszug in Lourdes unterwegs.
2004/2005 war ich hauptamtlich Pressereferentin bei den Maltesern in München. Danach durfte ich bei Pater Gerhard in Südafrika Dienst bei den „Ärmsten der Armen“ tun – eine Erfahrung, die mein Leben nachhaltig geprägt hat. Es folgten Besuchs- und Begleitdienste in Leipzig und München, ebenso wie die Mitarbeit bei der „Grabtuch in München“-Ausstellung 2024. Und wenn mir mal ganz langweilig ist, schmiere ich Semmeln für die „Libanon-on-Stage“-Besucher.
Was reizt Sie an der Aufgabe als Diözesanoberin – und was am Erzbistum Bamberg?
Das Erzbistum Bamberg ist sowohl historisch als auch kulturell sehr interessant. Zudem bin ich in Mittelfranken aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe hier studiert. Ich hatte schon mit vielen Diözesanoberinnen zu tun – einige davon sind für mich echte Vorbilder. Mit sehr viel Respekt und Demut trete ich hier in große Fußstapfen.
Als Diözesanoberin sind Sie sozusagen die „höchstrangige Frau“ aller ehrenamtlichen Malteser im Erzbistum Bamberg. Was ist Ihre zentrale Botschaft an unsere Mitarbeitenden?
So wie ich Malteser sehe, sind wir eine sehr starke Gemeinschaft – eher ein Wir und ein Miteinander, bei dem sich viele Begabungen entfalten können. Jeder und jede kann etwas beitragen. Sehr wichtig ist mir die „tuitio fidei“ – also, dass wir mit unserem Handeln unseren Glauben bezeugen. Das ist gesellschaftlich nicht immer einfach, aber das war es wahrscheinlich noch nie.
Interview: Adrian Grodel
Das Stichwort: Die Diözesanoberin
Rolle: Sie ist Stellvertreterin des Diözesanleiters.
Berufung: Sie wird von der Generaloberin im Einvernehmen mit dem Diözesanleiter berufen.
Aufgaben: Sie arbeitet eng mit dem Diözesanleiter und der Generaloberin zusammen und hat ein Stimmrecht im Vorstand. Der Diözesanoberin obliegen besonders die Sorge um die sozialpflegerische Ausbildung und die Dienste des sozialen Ehrenamts.