Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause haben die Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Bamberg am Wochenende wieder das Heinrichsfest gefeiert, das in diesem Jahr unter dem Motto „Raus aus der Blase“ stand. Ein fast schon traditioneller Teil des Festes ist ein Gottesdienst mit Krankensalbung, der durch die Erzdiözese Bamberg und unter tatkräftiger Mithilfe der Malteser in der Erzdiözese vorbereitet und gestaltet wird. Der Gottesdienst fand am Samstagvormittag in St. Urban statt. Unter der Liturgischen Leitung von H. H. Pfarrer Dr. Kohmann konnten die Gottesdienstbesucher das Sakrament der Krankensalbung empfangen.
Die Krankensalbung wurde auch früher als letzte Ölung bezeichnet. Eine Krankensalbung steht allen Menschen - und denen, die krank an Leib und Seele sind, offen – mit der Bitte um Genesung und Gesundung. Die Salbung wird mit Heiligen Ölen unter Einbezug des Kreuzzeichens vollzogen.
Auch bei dieser Gottesdienstfeier in St. Urban empfingen viele Menschen dieses Sakrament zur Stärkung. Umrahmt wurde die Feier durch die örtliche Organisten mit Klängen der Orgel. Ehrenamtliche Malteser-Helfende der Gliederung Bamberg trugen die Lesung und Fürbitten vor, Ministrantinnen aus St. Urban und die dortige Mesnerin sorgten für das Gelingen eines feierlichen Rahmens.
H. H. Pfarrer Dr. Kohmann schloss in der Predigt den Kreis zum Malteser-Jahresmotto „Unser täglich Brot gib uns heute“ und erklärte auch das Bezeichnen mit den Kreuz, das in der katholischen Kirche ein Zeichen des Segens darstellt. Aus der Tradition heraus wurde dies oft vor Anschnitt des Brotes als Dank und Segen mit der Hand auf der Unterseite dargestellt. Unser tägliches Brot ist wichtig für uns Menschen und findet seine Gebetshaltung im „Vater unser“ wieder. Im Anschluss an die Feier fand im Außenbereich eine Agape statt, die zum Innehalten und kurzen Austausch einlud.
„Dieser Gottesdienst liegt uns sehr am Herzen“, erklärte die Leitung der Oberhaider Malteser, die sich mit ihren Helfenden im Ehrenamt um Aktionen für Seniorinnen und Senioren kümmern.
Text: Adrian Grodel / Malteser
Bilder: Daniela Eidloth / Malteser