Gemeinsam gestalten, nachhaltig stärken:

Führungskräftetagung 2024

Es war ein kühler Novembermorgen, als die ersten Teilnehmenden der diözesanen Führungskräftetagung der Malteser im Bistumshaus St. Otto eintrafen. Während sich der Duft von frisch gebrühtem Kaffee im Foyer ausbreitete, war die Atmosphäre bereits von Vorfreude und Engagement geprägt. Zumal jede und jeder gespannt darauf war, den ersten eigenen Festivalsong zu hören: „Wir kommen zusammen, ein buntes Gemisch, Malteser im Herzen, schon lang oder frisch…“, sollte es mehrfach an diesem Wochenende tönen. Mit rund 40 ehren- und hauptamtlichen Maltesern aller Generationen und Dienste aus der Diözese Bamberg versprach das „Leadership Festival“ dann tatsächlich, ein Meilenstein für den gegenseitigen Austausch und die Weiterentwicklung des Verbands zu werden. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich hier einbringen, um unsere gemeinsame Vision zu stärken“, betonte Diözesanleiter Christoph von Grafenstein zu Beginn der Veranstaltung. „Die Vielfalt an Ideen und Perspektiven, die hier zusammenkommt, ist unser größtes Potenzial.“

Der Samstag war geprägt von inspirierenden Workshops, die den Teilnehmenden wertvolle Impulse für die Praxis gaben. Ob es um die Mailadresse als Eintrittskarte in die digitale Malteserwelt ging, um Konfliktmanagement oder den Umgang mit Diskriminierung – die Themen waren so vielfältig wie die Menschen, die sie bearbeiteten. „Beim Workshop zu Konfliktlösungen habe ich vielfach die Rückmeldung bekommen, wie wichtig es ist, offen und empathisch zu bleiben“, so Workshopleiterin Regina Schäfer. „Die Teilnehmenden nahmen viele praktische Ansätze mit in ihren Alltag.“ Neben den weiteren Workshopleiterinnen und -leitern Carmen Archie, Dominik Saurer, Tobias Höllein, Vroni Firsching und Lena Tiermann hatten sich die Malteser im Erzbistum auch ein „Schwergewicht“ der Bundesebene eingeladen: Gereon Schomacher, Referent für Verbandsentwicklung im Ehrenamt, sprach am Vormittag über die Balance zwischen Spontanhelfenden und Vollblutmaltesern – und erarbeitete nach der Mittagspause gelungene Beispiele, wie Ehrenamtliche nach ihrer Bewerbung gut in ihren Diensten aufgenommen und integriert wurden.

Zwischen den Workshops nutzten alle Malteser die Zeit, sich gegenseitig und die Dienste kennenzulernen. Am Abend brachte die Einheit „Spiritualität mal anders“ alle zusammen. Mit ruhigen Klängen und einer kreativen Herangehensweise an den Glauben wurde eine Brücke zwischen Tradition und Moderne geschlagen. Ganz anders im Anschluss das Kneipensingen und die Silent Disco: Sie sorgte für heitere, ausgelassene Stimmung und schweißte die Teilnehmenden noch enger zusammen. Es wurde getanzt, geredet und gefeiert bis weit nach Mitternacht.

Der Sonntag startete mit einem World-Café rund um die Themen Verbandskultur und Wertschätzung. „Für mich war das ein ganz wichtiger Teil der Tagung“, äußerte sich Diözesangeschäftsführerin Claudia Ramminger. „Die Diskussionen haben gezeigt, wie stark unser Zusammenhalt ist und wie viel Wertschätzung wir einander entgegenbringen.“

Nach einem gemeinsamen Mittagessen endete die Führungskräftetagung mit dem Gefühl, als Gemeinschaft gewachsen zu sein. „Es ist großartig zu sehen, wie die Malteser zusammenhalten und sich immer wieder neu erfinden“, so die Bilanz der stellvertretenden Diözesangeschäftsführerin Daniela Eidloth, die zusammen mit den Referent/innen Carmen Archie, Martina Stamm und Christian Birkmann das „Leadership Festival“ organisiert hatte. „Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal.“

Die Führungskräftetagung 2024 hat bewiesen, dass Veränderung und Tradition Hand in Hand gehen können – getragen von Menschen, die ihre Leidenschaft und Kompetenz für das Ehrenamt einbringen.

 

Text: Adrian Grodel
Fotos: Carmen Archie / Daniela Eidloth / Felix Krautwurst

 


Zurück zu allen Meldungen