Pilger unterbrechen ihren Alltag und begegnen Orten, begegnen Menschen und begegnen Gott. Das Unterwegssein bildet das Leben ab, eröffnet das Nachdenken über das eigene Leben und die Beziehung zu Gott. Im Idealfall schenkt ein Pilgerweg die ersehnte Klärung oder Stärkung und wirkt in den Alltag hinein. Mit diesem Wissen haben sich nach zweijähriger Corona-Pause 15 Malteser am Wochenende des 16. und 17. Juli 2022 aus der Erzdiözese Bamberg zu Fuß auf den Pilgerweg zur Schwarzen Madonna nach Altötting gemacht. Insgesamt war es die 8. Fußwallfahrt der Malteser.
Die Gruppe startete um 11 Uhr in Frontenhausen mit einem Impuls vor der Marienstatue auf dem Stadtplatz. Gut 20 Kilometer wurden am Samstag bis Massing zurückgelegt. Bei einem Zwischenstopp in Gangkofen feierten die Malteser einen Wortgottesdienst zu ihrem Jahresmotto „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Zwischendurch beteten die Pilger Rosenkranz, hörten Gebete und Impulse zum Jahresmotto.
Die 2. Etappe begann am Sonntag um 6 Uhr in der Früh, ebenfalls mit einem Impuls. Bei herrlichem Wetter ging es über Wiesen und durch Wälder, wiederum 20 Kilometer in Richtung Altötting. Am Fuße des Bußberg legte die Gruppe eine letzte Rast ein. Gestärkt mit einer guten Brotzeit und im Glauben an den Herrn ging es auf die letzten Kilometer nach Altötting. Die Füße schmerzten, aber durch Gesang und Rosenkranzgebete wurde der Weg leichter. Feierlich zog die kleine Gruppe – allen voran das mitgetragene Holzkreuz – zur Gnadenkapelle. Ein feierlicher Impuls mit Dank für eine unfallfreie Wallfahrt beendete die Fußwallfahrt. Alle Beteiligten waren sich einig - es war ein anstrengendes, aber unvergessenes Erlebnis.
Foto: Malteser