Zu Beginn die Malteser gemeinsam mit Pastor Guido Potthof einen Wortgottesdienst. Zahlreiche Gäste aus Hövelhof und dem Kreis Paderborn nutzten anschließend die Gelegenheit, die Arbeit der Hilfsorganisation kennenzulernen. Im Mittelpunkt stand der Rettungsdienst, der seit 1976 für schnelle und verlässliche Hilfe in der Region sorgt.
Wenn jede Minute zählt: Rettungskräfte zeigen ihr Können
Wie professionell die Einsatzkräfte heute zusammenarbeiten, zeigte eine realitätsnahe Notfallübung von Malteser Rettungsdienst und Freiwilliger Feuerwehr Hövelhof. Mit Rettungsschere und Spreizer befreite die Feuerwehr einen Patienten schonend aus einem Unfallfahrzeug, während das Team des Malteser Rettungsdienstes ihn medizinisch versorgte und stabilisierte. Die Vorführung machte anschaulich, wie entscheidend eingespielte Abläufe, moderne Technik und eine gute Zusammenarbeit im Ernstfall sind.
Historische Rettungsmittel, Fahrzeuge, Filme und eine Gesprächsrunde mit ehemaligen und heutigen Einsatzkräften schlugen den Bogen von den Anfängen bis zur modernen Lehrrettungswache. Am 1. Oktober 1976 hatten die Malteser im Auftrag des Kreises Paderborn ihren Rettungsdienst in Hövelhof aufgenommen. Aus einer kleinen Wache mit wenigen Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Zivildienstleistenden entwickelte sich ein leistungsfähiger Standort, der heute Hövelhof, das ländliche Umfeld und Abschnitte der A33 versorgt und zugleich angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ausbildet.
Nah bei den Menschen – auch bei Tabuthemen und wenn’s schwierig wird
Landrat Christoph Rüther würdigte in seinem Grußwort das verlässliche Engagement der Malteser und ihre Verbundenheit mit dem Kreis Paderborn. Mit Blick auf künftige Aufgaben hob er die kontinuierliche Professionalisierung des Katastrophenschutzes hervor. Bürgermeister Michael Berens sprach von „unseren Maltesern“ und betonte, wie sehr ihre vielfältige Arbeit zu Hövelhof gehöre. Dr. Manuel Klashörster, Leiter des Pastoralverbundes Delbrück-Hövelhof, hob besonders das Engagement der Malteser bei gesellschaftlichen Tabuthemen wie Einsamkeit hervor. Mit Angeboten wie dem inklusiven Krollbach Café und den Besuchs- und Begleithunde-Teams schafften sie Begegnung, Nähe und wertvolle Unterstützung für Menschen, die sich häufig allein fühlten.
Neben dem Rettungsdienst präsentierten die Malteser ihre ehrenamtlichen und sozialen Angebote – vom Katastrophenschutz über Hausnotruf, Menüservice und Besuchsdienste bis zum Krollbach Café. Kinder konnten das Teddybärkrankenhaus, Spiel- und Kreativangebote sowie eine Hüpfburg besuchen. Das Glücksrad wurde kräftig gedreht; viele lokale Unternehmen hatten dafür Gewinne gespendet. Auch ein kräftiger Regenschauer tat der guten Stimmung keinen Abbruch: Viele Angebote waren vorsorglich in das Schützen- und Bürgerhaus verlegt worden.
Der Jubiläumstag machte deutlich, wie fest die Malteser in Hövelhof und im Kreis Paderborn verankert sind. Besonders der Rettungsdienst steht seit fünf Jahrzehnten für fachliche Kompetenz, Verlässlichkeit und Nähe zu den Menschen. Zugleich zeigte das Fest, dass die Stärke des Standorts aus dem Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt, kommunalen Partnern und vielen engagierten Unterstützerinnen und Unterstützern erwächst.