Unbequem und doch wichtig - Hoffnungsworte zum Johannistag

Foto: Thomas B./pixabay

Liebe Malteserinnen und Malteser,

es könnte alles so schön sein. In jeder Gesprächsrunde oder sonstigen Zusammenkunft gibt es sie, die ewigen Bedenkenträger und Mahner, denjenigen, der immer noch eine Frage hat oder auf mögliche Gefahren und Schwierigkeiten hinweist. Man ist selbst gerade am Reden oder Tun und dann kommt wieder dieser Ausbremser und zieht alles in Zweifel. Solche Menschen sind unbequem und man möchte sie eigentlich nicht mit dabeihaben.

Aber, auch gerade solche Personen sind für eine Gemeinschaft wichtig, weil sie das Korrektiv vor zu schnellen oder falschen Aussagen und Handeln sind. Der heilige Johannes der Täufer, der Patron der Malteser, war auch so ein unbequemer Mensch. Er hat seine Meinung gesagt und den Menschen seiner Zeit den Spiegel ihres schlechten Verhaltens vorgehalten. Er hat sie aufgefordert, wieder auf den Weg des guten Handelns zurückzukehren. Ein Handeln, das alle Menschen in ihrer Würde respektiert. Ein Handeln, das Gott gefällt.

Der heilige Johannes passt gut zu den Maltesern und andersherum.

Auch wir Malteser sollten selbst immer einen würdevollen Umgang untereinander und mit allen Menschen pflegen.

Und wir sollten nicht müde werden bei den Gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen unserer Zeit unsere Haltung zu zeigen. Es gibt Themen, wie z.B. die Frage nach dem so genannten „assistiertem Suizid“ da dürfen wir nicht schweigen. Da müssen wir eine feste Position zu beziehen und deutlich sagen, dass die gesetzliche Neuregelung nicht in unserem Sinne ist. 

Es ist schon auch klar, dass das nicht jedem gefällt, aber es ist besser die Argumente, die uns bewegen vernünftig darzustellen und nicht unser Fähnchen in den Wind zu stellen.

Lest gerne einmal hierzu die konkrete Meinung der Malteser: https://www.seniorengarten.live/forderung-zum-gesetzesentwurf-assistierter-suizid.html

Der heilige Johannes war unbequem. Wir stehen in seiner Tradition und dürfen, nein wir müssen es hin und wieder auch. Zum Wohl und Schutz der uns anvertrauten Menschen.

Bleibt hoffnungsvoll
Diakon Thomas Kleibrink


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