Tag der Ersten Hilfe am 14. September - „Wann war Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs?“

Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Kurses üben die Herzdruckmassage Foto: Lena Kirchner/Malteser

Was war noch mal stabile Seitenlage? Wann ist sie überlebenswichtig? – Fragen wie diese können schnell und einfach beantwortet werden. In einem Erste-Hilfe-Kurs, der einen Tag dauert, lernen die Teilnehmenden die Handgriffe für den Notfall. „Unser Appell zur Teilnahme richtet sich zum Tag der Ersten Hilfe besonders an diejenigen, deren letzter Kurs länger als fünf Jahre zurückliegt oder die noch gar keinen besucht haben.“, sagt Patrick Krügel, Leiter Ausbildung von den Maltesern in Hamburg. 

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag der Malteser im Juni mehr als 1000 Menschen befragt. Demnach haben 14 Prozent einen Erste-Hilfe-Kurs in den zurückliegenden zwei Jahren besucht. Bei 15 Prozent der Befragten ist dies schon zwischen drei und fünf Jahren her. Der Großteil aber, 59 Prozent, sagt, eine Ersthelfer-Schulung sei länger als fünf Jahre her. Und acht Prozent haben noch nie einen Kurs besucht. Fünf Prozent machten keine Angabe oder wussten es nicht. Unter anderem für Führerschein-Bewerber und Betriebshelfer ist ein Kurs verbindlich. Hilfsorganisationen und Berufsgenossenschaften fordern, den Erste-Hilfe-Kurs alle zwei Jahre zu wiederholen. 

Zwar ist laut Strafgesetzbuch jede und jeder in Deutschland verpflichtet einem anderen Menschen im Notfall Hilfe zu leisten. Doch auf Strafen von bis zu einem Jahr oder Geldzahlungen setzen die Hilfsorganisationen nicht. Sie möchten lieber damit überzeugen, dass die (aufgefrischten) Kenntnisse den Kursteilnehmern selbst ein gutes Gefühl geben, für einen Notfall gerüstet zu sein. Zudem wir meistens denen helfen müssen, die wir kennen: Angehörige, Arbeitskollegen, Freunde und Bekannte aus der Nachbarschaft oder dem Verein. In den ersten Minuten Hilfe zu erhalten, kann für Betroffene den Unterschied zwischen geringen und schwerwiegenden Folgen bis zum Tod haben. 

Patrick Krügel von den Maltesern: „Falsch machen können Laien eigentlich nichts – außer nicht aktiv zu werden. Also den Patienten ansprechen, über die 112 einen Notruf absetzen und beim Patienten bleiben bis die Profis nach wenigen Minuten übernehmen.“ Ein Ersthelfer kann auch andere Menschen in der Nähe sind um Unterstützung bitten.  Zum Beispiel um den Patienten besser zu lagern, ihn vor Hitze oder Kälte zu schützen oder einen Verbandkasten oder Defibrillator zu holen. 

Ein automatischer Defibrillator (AED), der bei Bedarf den Herzschlag in seinen natürlichen Rhythmus zurückbringt, ist für die Verwendung durch Laien konzipiert. Er sagt den Helfenden mit einfachen Ansagen, was zu tun ist. Auch bei ihm kann man nichts falsch machen, da die Geräte nur dann Strom abgeben, wenn dies absolut notwendig ist. Einen anderen durch falsche Bedienung zu schädigen, ist ausgeschlossen. AED-Geräte findet man in immer mehr öffentlichen Gebäuden oder Eingängen von Firmen. 

Erste-Hilfe-Kurse bieten Hilfsorganisationen wie die Malteser in Hamburg regelmäßig an. Für eine Gruppe sind auch Terminvereinbarungen nach Wunsch möglich. Mehr unter www.seniorengarten.live/kursangebote


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