Malteser Hilfsdienst Über 120 Teilnehmer und Helfer kommen aus Ellwangen und Unterschneidheim.
Unter den rund 800 Teilnehmern des 34. „Malteser Sonnenzuges“ an den Bodensee waren auch ältere Menschen und Menschen mit Handicap sowie ehrenamtliche Malteser aus dem Raum Ellwangen und Unterschneidheim.
Ellwangen. Der Malteser Hilfsdienst hat ein Herz für Senioren und Menschen mit Handicap: Die Teilnehmer des 34. „Malteser Sonnenzugs“ erlebten einen unvergesslichen und für sie kostenlosen Ausflugstag mit Schifffahrt auf dem Bodensee und nahezu Vollverpflegung.
In einer Sternfahrt machten sich die „Sonnenzügler“ aus vielen Orten mit Reisebussen, Kleinbussen und Rolli-Bussen auf den Weg nach Friedrichshafen. Unter den knapp 600 meist älteren und kranken Menschen sowie Menschen mit Behinderung und unter den rund 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern waren auch über 120 aus dem Raum Ellwangen und Unterschneidheim.
„Wenn Engel reisen, lacht die Sonne. Das Sprichwort passt zum Sonnenzug“, sagte der Stadtbeauftragte der Malteser in Ellwangen, Stephan Meßmer.
Am Kai von Friedrichshafen begrüßte der Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Karl Eugen Erbgraf zu Neipperg, die Teilnehmer. Der Vorstand des Malteser Hilfsdienstes e.V. aus Köln, Karl Prinz zu Löwenstein, nannte den Sonnenzug „ein Stück Wallfahrt“.
„Malteser haben immer auf den Menschen geschaut, seit Jahrhunderten, und genauso auf den Herrgott“, sagte Prälat Franz Glaser bei der heiligen Messe am Hafen. „Man lebt mit dem, was einem gegeben ist“, sprach er von vielen behinderten, kranken und alten Menschen, die ein menschliches und christliches Vorbild seien. Christen, ob gesund oder krank, ob Helfer oder Behinderter, sollten „Licht der Welt“ sein, so Glaser.
Nach dem Gottesdienst ging es auf die beiden Schiffe, MS Zeppelin und MS Euregia, zur Bodensee-Rundfahrt mit kostenlosem Mittagessen und Blick auf Konstanz, Meersburg und Insel Mainau. Zur Unterhaltung spielten die Musikkapelle Wolfegg und die Stadtkapelle Aulendorf. Und manch einer wagte da sogar ein Tänzchen auf dem Schiff.
Für die drei Busse aus Ellwangen mit 51 älteren und behinderten Menschen, darunter drei Rollstuhlfahrer, und 14 Malteser Helferinnen und Helfern war der Stadtbeauftragte der Ellwanger Malteser, Stephan Meßmer, als Organisator zuständig. Die beiden Busse aus Unterschneidheim mit 42 Teilnehmern (darunter sechs Rollstuhlfahrer) und 16 Helferinnen und Helfern leitete Inga Bühler.
Margit Metzger und Josef Schneider vom Malteser Chor sangen den Teilnehmern im Reisebus „Gsundheit und a langs Lebm“, auf dass sie beim nächsten Sonnenzug in zwei Jahren wieder dabei sein können, wenn es wiederum an das „Schwäbische Meer“ geht.
Die Senioren haben die Fahrt genossen, wie beispielsweise Annemarie Wengert aus Eggenrot, die nach rund 40-jähriger Pause mal wieder Bodenseeluft schnuppern konnte.
Der Sonnenzug wird von Unternehmen und Privatpersonen sowie vom Bischöflichen Ordinariat Rottenburg-Stuttgart, dem Krankenhilfswerk, den Mitgliedern des Malteser Ritterordens und der Stadt Friedrichshafen mit großzügigen Spenden unterstützt.
(Schwäbische Post 29.05.2017)