Sonne tanken auf dem Bodensee - Malteser-Sonnenzug - ein wunderschöner Tag!

Die Gruppe aus Ellwangen verbrachte einen wunderschönentag auf dem Bodensee beim Malteser-Sonnenzug.

Von der Sonne verwöhnt worden sind am Sonntag die 715 Teilnehmer des Malteser Sonnenzuges. Höhepunkt des Tagesausflugs zum Bodensee war eine dreistündige Schifffahrt mit den Schiffen „MS Schwaben“ und „MS Graf Zeppelin“. Unter den 450 Gästen und 320 Malteser Helfern aus der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart waren auch etliche aus dem Ostalbkreis.

Frühmorgens fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Bussen nach Friedrichshafen. Für viele der älteren und behinderten Menschen, darunter auch solche aus Altenheimen, ist der Sonnenzug zum Bodensee, der alle zwei Jahre stattfindet, ein „Leuchtturm“, um wieder einmal aus den vier Wänden und aus dem Alltag herauszukommen. Am Kai von Friedrichshafen begrüßten der Leiter der Malteser in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Karl-Eugen Erbgraf zu Neipperg, und der Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Peter Hauswald, die Ausflügler.

Zum ersten Mal mit von der Partie war der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, er übernahm die Schirmherrschaft der Veranstaltung. „Ich bin selber Oberschwabe. Wenn ich an den Bodensee komme, geht mir das Herz auf“, sagte der Urenkel des Luftschiffbauers Ferdinand Graf Zeppelin. Und während des anschließenden Gottesdienstes am Kai mit Malteser-Pfarrer Matthias Haas aus Stuttgart und der Musikkapelle Vogt flog ein Luftschiff über Friedrichshafen.

Danach starteten die beiden Schiffe eine dreistündige Bodenseerundfahrt mit kostenlosem Mittagessen (Maultaschen in der Brühe) und einem super Blick auf Meersburg, Konstanz und die Insel Mainau. Zur Unterhaltung spielten die Musikkapellen aus Vogt und Aulendorf. Im Vordergrund jedoch standen Gespräche, denn man traf auf dem Schiff auf viele Freunde und Bekannte, die man von der Malteser Krankenwoche auf dem Schönenberg, von früheren Sonnenzügen oder von den Rom- und Lourdes-Wallfahrten der Malteser mit behinderten Menschen kennt.

Den für die Teilnehmer kostenlosen Sonnenzug gibt es seit 1971. Ursprünglich war es eine gemeinsame Veranstaltung der Rettungsorganisationen von Baden-Württemberg für ältere und behinderte Menschen. Seit 1985 stemmt der Malteser Hilfsdienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart den Sonnenzug allein. Unterstützt wird der Sonnenzug von vielen Spendern aus Betrieben, von Privatpersonen und dem Bischöflichen Ordinariat.

Für die beiden Busse aus Ellwangen mit 50 älteren beziehungsweise behinderten Menschen und 14 Helfern war der Ellwanger Stadtbeauftragte Stephan Meßmer als Organisator zuständig. Mitglieder des Ellwanger Malteser Chores sorgten im großen Reisebus für Stimmung und animierten die Teilnehmer zum Mitsingen von Wander-, Fahrten- und Lumpenliedern. Den Bus aus Unterschneidheim und Umgebung mit 41 Teilnehmern und 16 Helfern leitete der stellvertretende Ortsbeauftragte Gerhard Häußermann. Mit Kleinbussen kamen 17 Teilnehmer und zwölf Betreuer aus Aalen, sowie vier Teilnehmer und zwei Betreuer aus Schwäbisch Gmünd ; die Leitung hier hatte Ute Kaufmann. Für alle wurde der Sonnenzug wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis.

(Ipf- und Jagstzeitung, 20.05.2015)


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