Krankenwoche: Erholung für Leib und Seele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Krankenwoche 2015 geniesen die Atmosphäre auf dem Schönenberg.

Als Erholungswoche für Leib und Seele empfinden die 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die achttägige Krankenwoche im Haus Schönenberg. Aus dem gesamten süddeutschen Raum sind Kranke, Rollstuhlfahrer, Blinde und Schwerstpflegebedürftige angereist. Betreut werden sie von knapp 50 ehrenamtlichen Helfern der Malteser rund um die Uhr.

Von neuen Gesichtern geprägt ist die Krankenwoche. Mit Sabine Scheiring, Margit Frank, Renate Rathgeb, Roswitha Röhrle, Wolfgang Baumann und dem Stadtbeauftragten der Ellwanger Malteser, Stephan Meßmer, präsentiert sich ein neues Leitungsteam. Die langjährigen Leiter, Hildegard Herfort und Robert Sekler, sind als tatkräftige und unentbehrliche Helfer dabei. Rund die Hälfte der Helfer hatte alters-, krankheits- oder berufsbedingt aufgehört. Unter den neuen ist mit dem Algerier Khaled Akel auch ein Flüchtling. Der 36-Jährige wohnt seit eineinhalb Jahren in der Unterkunft in der Haller Straße. Er will Altenpflegehelfer werden, hat bereits ein Praktikum hinter sich und beginnt im August am Seniorenstift Schönbornhaus seinen Bundesfreiwilligendienst. Doris Schubert aus Neu-Ulm ist ganz begeistert von dem sympathischen Moslem. „Es ist eine gelungene Mischung aus Alt und Neu“, findet Rollstuhlfahrerin Doris Strahl aus Bad Schussenried. Nur neue Helferinnen und Helfer wäre zu fremd gewesen. Die 64-Jährige kommt seit vielen Jahren zur Krankenwoche. Sie freut sich, dass es weitergeht. „Die Stimmung in der Gruppe ist gut“, lobt sie den Schwung des Leitungsteams. Die geistliche Leitung hat Vikar Ralf Baumgartner aus Crailsheim übernommen, als Nachfolger des Stuttgarter Obdachlosenseelsorger Roland Renz. Der neue Leiter des Hauses Schönenberg, Bernd Philippi, und sein Vorgänger, Alfred Stuhl, begrüßten die Teilnehmer. Wanderung mit Rollstühlen nach Rattstadt Auf dem Programm standen Gottesdienste, Rosenkranz, Krankensalbung, Lichterprozession, Basteln, Singen, Sitztanz, ein Vortrag einer Limes-Cicerone über den Limes, ein Grillfest und Auftritte von Musik- und Gesangvereinen. Auch eine Wanderung mit Rollstühlen zum Dorfhaus Rattstadt war dabei. Erstes Highlight war der Auftritt der Bürgergarde, die mit Bürgermeister Volker Grab einen Besuch abstattete. Den Eröffnungsgottesdienst zelebrierte Pater Ludwig Götz, die Band Impuls spielte. Abends kam Alleinunterhalter Gerhard Gerstner. Der singende Polizist Helmut Argauer hatte mit dem Gesangsduo Burgl & Hardl und der Theatergruppe Ufo Überraschungsgäste mitgebracht. Auftritte hatten auch der Musikverein Dalkingen, die Hohenberger Dorfmusikanten, der Rock ’n’ Roll-Club Schwenningen, der Liederkranz Ellenberg, der Musikverein Rattstadt, der Malteser Chor und Hundeführer mit Malteser Besuchshunden. Der Diözesangeschäftsführer der Malteser, Klaus Weber, zeigte sich beeindruckt von der Krankenwoche als Aushängeschild der Malteser.

Am Freitag, 31. Juli, ist um 20.30 Uhr Lichterprozession. Die Krankenwoche endet am Samstag.

(Ipf- und Jagstzeitung, 31.07.2015)


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