Ein tolles Jubiläumswochende!

v.l. Stephan Meßmer, Klaus Weber, Jan Uhrle, Alina Brandner, Angelika Fink, Wiebke Gerlach, Nico Baumann, Dominik Vetter, Erbgraf von Neipperg

„Ich wart' seit Wochen auf diesen Tag und tanz' vor Freude, über den Asphalt.“, singen Die Toten Hosen in ihrem Hit „Tage wie diese“. Doch was haben die Malteser Ellwangen mit der Düsseldorfer Band zu tun?  

Am 25. und 26. Juni 2022 war es endlich so weit. Nach unzähligen Stunden der Vorbereitung konnte die Gliederung in Ellwangen gemeinsam mit geladenen Gästen und der Öffentlichkeit Jubiläum feiern: 60 (+1) Jahre Malteser Ellwangen, 60 Jahre Malteser Ellenberg und 40 Jahre Malteser Pfahlheim.  

Den Auftakt machte der Festakt am Samstagabend, zu dem zahlreiche geladene Gäste erschienen. Neben Vertretern der öffentlichen Stellen, Malteservertretern sowie Helferinnen und Helfern der Ortsgruppen, konnten auch weitere Blaulichtorganisationen begrüßt werden. Musikalisch wurde der Abend von Andrea Feile und Theresia Frosch umrahmt. 

Während Landtagsabgeordneter Winfried Mack, Bürgermeister Volker Grab und Sprecher der Blaulichtorganisationen Rainer Babbel besonders die Leistung und den Einsatz für die Gesellschaft hervorhoben, stellte Bezirksgeschäftsführer Heiko Born eine ganz besondere Verbindung her. Er zog Parallelen zur Band „Die Toten Hosen“, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, und betonte: „Das alte Fieber ist bei den Maltesern immer noch zu spüren. Steh auf, wenn Du am Boden bist, das habt ihr stets getan und an Tagen wie diesen erleben wir das Beste und kein Ende ist in Sicht. Ihr seid eine starke Truppe.“ 

Erbgraf von Neipperg, Diözesanrat der Malteser, lobte die Gliederung als „eine Vorzeigegliederung in der Diözese“. Nicht unbetont ließ er ebenfalls den Pflegebereich, der „deutschlandweit seinesgleichen sucht“, sowie die hervorragende Jugendarbeit.  

Wolfgang Seckler, Ortsvorsteher von Pfahlheim, hob hervor, dass die Gliederung in Pfahlheim samt der Helfer-vor-Ort-Gruppe dafür sorge, dass sich die Menschen im Ellwanger Ortsteil sicher und geborgen fühlen. Ellenbergs Bürgermeister Rainer Knecht gratulierte der Ortsgruppe Ellenberg und dankte für das Engagement und den Dienst am Menschen, so ließ er die Blutspendeaktionen und die HvO-Gruppe mit ihrem Fahrzeug „Jürgen“ nicht unerwähnt. 

Im Rahmen der Veranstaltung wurden mehrere Mitglieder für ihr Engagement geehrt. Ausgezeichnet wurden Jan Uhrle (Berufung zum Gruppenleiter), Alina Brandner (Berufung zur Gruppenleiterin), Angelika Fink (Berufung zur ehrenamtlichen Geschäftsführerin), Wiebke Gerlach (Berufung zur Gruppenleiterin), Nico Baumann (Verdienstabzeichen der Malteser in Bronze) sowie Dominik Vetter (Verdienstabzeichen der Malteser in Bronze). 

Die Gliederung Ellwangen nutzte die Gelegenheit, um sich beim Stadtbeauftragten Stephan Meßmer in aller Form zu bedanken. Dieser betonte das Miteinander in der Gliederung: „Ohne Euch hätte ich das nie geschafft, wir sind ein tolles Team.“ Er dankte auch seinem Vorgänger Anton Baumann: „Lieber Anton, du hast große Fußstapfen hinterlassen, die ich zu füllen hatte. Aber mit Hilfe aller haben wir es geschafft.“ Durch den stellvertretenden Stadtbeauftragten Nico Baumann wurde Stephan Meßmer ein Geschenk der Helfer und Helferinnen überreicht. Auch die Jugend hatte ein eigenes Geschenk in Form eines Baums mitgebracht, der sinnbildlich für den Nachwuchs steht und der mit vielen Grußworten und Wünschen behängt war. 

Der Sonntag wurde genutzt, um die Maltesergliederung der Öffentlichkeit vorzustellen und miteinander das Jubiläum zu feiern. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika in Ellwangen luden die Malteser in die Stadthalle ein. Dort wurden u. a. die Fahrzeuge der Gliederung präsentiert, darunter auch die neu gegründete Fahrradstaffel sowie die Malteser-Rikscha, ein Angebot für Menschen, die nicht mehr selbst Fahrrad fahren können, weil sie in ihrer Mobilität oder kognitiv eingeschränkt sind. 

Die Tätigkeiten sowie die Geschichte der Malteser wurden anschaulich mit Hilfe von Stellwänden illustriert. Wer seine Kenntnisse zur Reanimation nochmals auffrischen wollte, konnte dies mit der Rettungspuppe „Anna“ und unter Anleitung von Michael Metzner tun. Inge Eisemann stellte die Besuchshunde vor. Sie und ihre beiden ausgebildeten Hunde waren erwartungsgemäß ein besonderer Besuchermagnet.  

Bei Mittagessen und anschließendem Kaffee und Kuchen luden die Malteser zum gegenseitigen Austausch ein. Die Veranstaltung wurde vom Musikverein Pfahlheim begleitet. 

Das Fazit der Feierlichkeiten fiel durchweg positiv aus und stärkte nochmals die Motivation und das Miteinander – auch innerhalb der Gliederung. Wie bereits die Toten Hosen sangen: „An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit.“ 


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