Ellwangen - Der Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes, Stephan Meßmer begrüßte zum 62. Jahresabschluss und hob im Besonderen die vielen Mitstreiter heraus, ohne welche die Arbeit der Malteser nicht denkbar wäre. Er hieß als Ehrengäste den Ellwanger OB Michael Dambacher, Pfahlheims Ortsvorsteher Christian Vollmer, den Diözesangeschäftsführer Klaus Weber, den stellvertretenden Diözesanleiter Florian Hambach sowie viele Vertreter der Blaulichtorganisationen willkommen. Und nicht zuletzt die vielen Mitglieder, die an diesem Abend geehrt wurden.
Markus Thorwart berichtete über die Notfallvorsorge und die damit verbundenen Einsätze, vom Ellwanger Kuttellauf bis hin zum Hochwasser in Abtsgmünd oder dem Sanitätsdienst beim AC/DC-Konzert in Dresden. Im Dezember wurde der in die Jahre gekommene KTW gegen einen RTW ausgetauscht, der jetzt schon mehrmals im Einsatz war. Die Helfer-vor-Ort-Gruppen waren zahlreich im Einsatz. In Pfahlheim waren es 62 Einsätze, in Ellwangen 81, in Stödtlen 81 und in Haselbach 11. So kamen für den Bereich Sanitätsdienst rund 1200 Helferstunden zusammen. Rechnet man die Stunden für Aus- und Weiterbildungen, Lager und Fahrzeugpflege, Bürotätigkeit und den Führungskreis dazu, kommt man auf über 3000 ehrenamtliche Stunden. Vom Referat Ausbildung berichtete deren Leiterin Maria Kuhn. Insgesamt wurden166 Kurse mit knapp 2300 Teilnehmern angeboten. Das bedeutet, dass eine Vielzahl von Menschen in Erster Hilfe ausgebildet wurden. Kuhn dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben.
Jan Rische als Vertreter der Jugend ließ das Jahr mit allen seinen Aktivitäten noch einmal Revue passieren. In Pfahlheim sind zehn und in Ellwangen fünf Jugendliche bei den Maltesern engagiert. Neben viel Freizeit stehen die Gruppenabende im Fokus, bei denen meist die Erste Hilfe nähergebracht wird. Angelika Fink berichtete als ehrenamtliche Geschäftsführerin detailliert von den Finanzen, die mit einem soliden Plus abgeschlossen haben. Stephan Meßmer ließ die Stationen im sozialen Ehrenamt an den Gästen vorbeiziehen. Die Fahrt ins Blaue ging im vergangenen Jahr nach Ellenberg. Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher sagte: „Die Gliederung Ellwangen kommt mit ihrem Engagement dem Leitsatz der Malteser „Weil Nähe zählt“ sehr nahe. Das Ehrenamt funktioniere, auch unter den Blaulichtorganisationen. „Ich ziehe meinen Hut vor den Maltesern in Ellwangen, ebenso von der Jugendarbeit“, sagte er. Heiko Born lobte als Bezirksgeschäftsführer das ehrenamtliche Engagement der Ellwanger Malteser. Die Malteser hätten den größten ambulanten Pflegedienst, hätten mit dem Café Malta eine Demenzgruppe und würden in allen Bereichen eine gute Arbeit leisten. Florian Hambach schloss sich als stellvertretender Diözesanleiter den Dankesworten an. „Das Team in Ellwangen ist wirklich toll“, sagte er. Auch die Jugendarbeit bringe ausgebildeten Nachwuchs in die Reihen der Malteser. „Da muss es keinem bange sein“, sagte er. Mario Nagler als Sprecher der Blaulichtorganisationen lobte die Zusammenarbeit innerhalb der Organisationen. Diese würde hervorragend funktionieren. Nico Baumann überreichte zusammen mit Stephan Meßmer im Auftrag des Vereins „Region der Lebensretter e.V. drei Erste-Hilfe-Rucksäcke, die helfen sollen, die reanimationsfreie Zeit zum Beispiel bei plötzlichem Herz-Kreislaufstillstand bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.
Geehrt wurden: Christian Weber, Christoph Müller, Nadine Stegmaier (alle 10 Jahre aktiv; Angelika Merz und Angelika Fink (20 Jahre aktiv); Michael Osfianka, Jens Lichtmaneker. Marcella Pfeifer, Matthias Michel (jeweils 25 Jahre aktiv); Anita Moninger (30 Jahre aktiv); Bernhard Fürst, Rudolf Gaugler, Agnes Helmle, Peter Köster (jeweils 40 Jahre passiv) sowie Ulrike Seitz (45 Jahre aktiv) und Hans Mayer (60 Jahre aktiv). Ernannt wurden Julian Gross (stv. Leiter Einsatzdienste); Samuel Stengel (Einsatzsanitäter; Katharina Henninger (Rettungshelferin); Jan Rische (Rettungshelfer); Maria Kuhn (Erste-Hilfe-Beauftragte); Regina Gloning (Ausbilderin) und Nadja Schönberger (Ausbilderin).
Die ehrenamtliche Geschäftsführerin Angelika Fink wurde von Stephan Meßmer aus ihrem Amt verabschiedet, das sie über elf Jahre begleitet hat. Sie sei der ruhende Pol bei vielen Fragen im Organisationsteam der Malteser gewesen, sagte Meßmer und überreicht ein Geschenk und einen Blumenstrauß. Manuel Czapka wurde als Nachfolger zum ehrenamtlichen Geschäftsführer berufen.
vom Hariolf Fink