2. Phase: 19.3. bis 31.3.
(zurück im Heim, in den jeweiligen Gruppen)
Nach jedem Nachbeben verhärten sich der Gesichts-und Körperausdruck der Kinder. Zahlreiche Schmerzerscheinungen treten bei den Kindern auf: „Bauchschmerzen“, „Kopfschmerzen“, „Der Fuß tut weh“, „Das Auge tut weh“.
„In der Turnhalle waren wir viele, jetzt in der Gruppe sind wir nur wenige, das macht Angst“, sagt ein Grundschüler. Die Psychotherapeutin wird von einem anderen Grundschüler gefragt, ob durch das Erdbeben auch ihr Arbeitszimmer betroffen ist. Mit den Kindern dieser Altersklasse werden das Erdbeben und der Tsunami im Sandkasten nachgespielt (Playtherapy). Durch das Wühlen im Sand wird die Szenerie immer wiederholt. Die Geräusche der Nachbeben und des Windes lassen die Glasscheiben vibrieren. Das löst bei den Mädchen und Jungen Angst aus. Was soll ich tun, wenn während des Schlafs wieder ein Erdbeben kommt und die Glasscheiben zerspringen?“, fragt einer. Selbst ganz normale, alltägliche Geräusche verursachen Unsicherheit. Der Kontakt eines Grundschülers zur Großmutter ist noch nicht wieder da, das verunsichert ihn.
Vermehrt Mittelschüler erkundigen sich genau nach den Geschehnissen des Erdbebens und den nachfolgenden Tsunamis und deren Folgen. Der Hund eines Freundes ist durch das Erdbeben gestorben. Der Unmut einer Schülerin drückt sich so aus: „Sollte das nächste Erdbeben kommen und unser Heim „Fuji no Sono“ bricht zusammen: Wohin soll ich dann gehen?“
Die tägliche Kommunikation gerät immer mehr aus den Fugen, besonders zu spüren bei der Wortwahl und Gestik der Oberschüler. Bedingt durch das Erdbeben, konnten auch die Jugendlichen, die in diesem Jahr aus dem Heim entlassen wurden, nicht richtig verabschiedet werden.
Fortsetzung folgt!
Ihre Sr. Caelina