Zukunftsplanungen

In diesem Monat konnte ich an zwei wichtigen Konferenzen teilnehmen. So trafen sich Heimleiterinnen und Heimleiter aus den Präfekturen Fukushima, Miyagi, Iwate und Aomori.

Während die Aomori-Präfektur von großen Schäden ziemlich verschont blieb, verwies der Sprecher der Iwate-Präfektur auf die nach wie vor desolate Situation der Infra-Struktur. Die Sportplätze der noch übriggebliebenen Schulen werden genutzt, um dort Fertighäuser aufstellen zu können. Bis August sollen alle bislang noch ohne Bleibe lebenden Einwohner bis zu zwei Jahren ein Fertighaus zur Verfügung gestellt bekommen.Das bedeutet aber für die Kinder und Jugendlichen der jeweiligen Region, dass sie ihren Sport dort nicht ausüben können. Und das wohlmöglich zwei Jahre lang!

Auch die Kinder der Kinderheime sind davon betroffen. Aus der Miyagi- Präfektur hieß es, dass die Kinder, die durch die Naturkatastrophe ihre Eltern verloren haben, so gut es geht in der Verwandtschaft Aufnahme finden sollen, was auch vom Staat finanziell gut unterstützt wird. Sollte dies nicht gehen, so erwägt man den Einsatz von Pflegeeltern, da diese eine familienähnliche Umgebung bieten. Sollte auch das fehlschlagen, sollen die Kinderheime in Anspruch genommen werden. Leider ist in der Iwate-Präfektur eine solche konkrete Zielrichtung noch nicht gegeben. Schade.

Die Zahlen der Waisen in den einzelnen Präfekturen lauten wie folgt: Miyagi-Präfektur 67 Kinder, Fukushima-Präfektur 57 Kinder und Iwate-Präfektur 44 Kinder. Am 20.5. trafen sich alle Einrichtungen der Kinderwohlfahrtspflege innerhalb unserer Präfektur Iwate.

Grundtenor der Konferenz war die Notwendigkeit der psycho-therapeutischen sowie der psychosomatischen Betreuung der Kinder sowie der Erzieher und Erzieherinnen in den Kinderhorten, die ebenso traumatisch belastet sind. Ein großes Problem ist das Fehlen von Mitarbeitern. Viele kommen schon aus anderen Präfekturen, doch das reicht bei weitem nicht aus. In vielen Ortschaften kann das soziale Netz nicht aufrechterhalten werden. Es braucht mehr Zeit als alle geglaubt haben!

Gruß und Segen der Gottesmutter

Schwester Maria Caelina


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