Köln. Die Malteser begrüßen den heutigen Startschuss für eine Werbekampagne des Bundesfamilienministeriums zum neuen Bundesfreiwilligendienst. „Es wird Zeit, dass auch der Bund seine Kampagne startet“, sagt der Vorsitzende des Geschäftsführenden Vorstandes des Malteser Hilfsdienstes, Karl Prinz zu Löwenstein. Denn mit dem Ende des Zivildienstes werden viele Stunden der Hilfe für Bedürftige fehlen, rechnen die Malteser vor. Im vergangenen Jahr konnten mehr als 1.000 Zivildienstleistende 1,8 Millionen Dienststunden vornehmlich in ambulanten Diensten wie Hausnotruf, Menüservice oder Fahrdienst für Kranke und Menschen mit Behinderungen eingesetzt werden. „Diese Zeit fehlt der alten Dame, die zu Hause lebt, aber auf Hilfe genauso angewiesen ist, wie der Schüler mit Handicap, der zur Schule gefahren wird“, sagt Löwenstein. Dass rund 40 Prozent der letzten Zivis ihren Dienst freiwillig verlängert haben, hat die Lücke zwischen dem Ende des Zivildienstes und dem Einsetzen der Freiwilligendienste etwas kleiner gemacht
Aber: „Der Versorgungsengpass wird kommen“, sagt Löwenstein. Zwar liege die Zahl der Freiwilligen dieses Jahr bereits um 40 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, dennoch bleibt den Maltesern viel weniger Zeit zum Zuhören, Begleiten und Betreuen. „Wir hoffen, dass sich in den kommenden Monaten noch viele junge wie ältere Erwachsene für den Freiwilligendienst melden“, so Löwenstein. Zwei Gründe sprechen aus Sicht der Malteser besonders dafür: Das gute Gefühl, wirklich helfen zu können und die Chance, den eigenen Horizont zu erweitern.
Weitere Informationen zum Freiwilligendienst bei den Maltesern unter: http://www.malteser-freiwilligendienste.de
Achtung Redaktionen:
Karl Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes, steht zum Interview zur Verfügung. Vermittlung Tel. 0221-9822-125.
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Werbe-Offensive für den Bundesfreiwilligendienst - Versorgungsengpass nach Ende des Zivildienstes / Malteser Zivis haben 1,8 Mio. Stunden Hilfe geleistet
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