Weltwassertag 2012 - Malteser International: Weltweit noch immer extreme Ungleichheit beim Zugang zu Wasser

Köln. Malteser International, das Werk des Malteserordens für weltweite humanitäre Hilfe, fordert dazu auf, am Weltwassertag 2012 die fast 800 Millionen Menschen weltweit, die immer noch kein sauberes Wasser zur Verfügung haben, in den Blick zu nehmen.
 
„Die Lücke zwischen Reichen und Armen wird immer größer und zeigt sich auch in der Ungleichheit beim Zugang zu sauberem Wasser“, sagt Arno Coerver, Malteser International Regionalkoordinator für Wasser, sanitäre Grundversorgung und Hygiene (WASH) in Asien. „Wenn es in der Politik und bei den im Wassersektor getätigten Investitionen nicht zu Veränderungen kommt, werden wahrscheinlich viele Menschen in naher Zukunft auf sauberes Trinkwasser und Toiletten auch weiterhin verzichten müssen.“
Erfreulich sei, dass voraussichtlich ein Unterziel des Millennium-Entwicklungsziels 7 – den Anteil der Weltbevölkerung ohne sicheren Zugang zu Trinkwasser bis 2015 zu halbieren – erreicht werde, positive Statistiken allein könnten jedoch niemanden zufrieden stellen.
 
Laut einem jüngst von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichten Bericht haben mehr als zwei Milliarden Menschen in den Jahren 1990 bis 2010 verbesserten Zugang zur Wasserversorgung erhalten; derzeit haben 89 Prozent der Weltbevölkerung einen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Diese Tatsache ist insbesondere dem schnellen wirtschaftlichen Wachstum in Ländern wie Indien oder China zu verdanken. Doch die Entwicklung verläuft in verschiedenen Regionen der Welt sehr unterschiedlich; in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara haben beispielsweise nur 61 Prozent der Bevölkerung Zugang zur Wasserversorgung.
 
Malteser International unterstützt zahlreiche Projekte im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene auf Dorf- und Gemeindeebene in derzeit elf Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Das Ziel ist es, dort, wo es den größten Bedarf gibt, möglichst vielen Menschen auf einfache und kostengünstige Weise einen nachhaltigen Zugang zu sicherem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung zu verschaffen.
In der Demokratischen Republik Kongo beispielsweise, wo nur 50 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, fördert Malteser International die Wasserversorgung an Gesundheitszentren und in Krankenhäusern im Süd-Kivu, um so die Risiken für eine durch schmutziges Wasser verursachte Infektion unter den für Krankheiten besonders Anfälligen zu reduzieren. „Cholera ist in der Region immer noch endemisch, sogar in Gebieten mit angeblich sicherem Zugang zu Wasser“, berichtet Dr. Lothar Winkler, Malteser International Gesundheitskoordinator in der DR Kongo.
 
Um das Problem der bestehenden Ungleichheit im Zugang zu einer sicheren Wasser- und Sanitärversorgung zu lösen, sollten Regierungen und im Wassersektor tätige Behörden, Unternehmen und Organisationen die für Wasser und Sanitärversorgung zur Verfügung stehenden Mittel und Ressourcen zielgerechter einsetzen. „Es ist wichtig, bei der Planung von Projekten in diesem Sektor insbesondere die Armen und Bedürftigen in den Blick zu nehmen“, so Coerver.
 
Achtung Redaktionen!
Arno Coerver, Malteser International WASH-Koordinator in Asien, steht für Interviews (in englischer Sprache) zur Verfügung. Vermittlung: (02 21) 98 22 – 125.
Weitere Informationen zu den WASH-Programmen von Malteser International in Afrika, Asien und Lateinamerika finden Sie hier!
 
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. 
 
Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125, Fax 0221/9822-78 125;
presse@malteser.org; www.malteser-international.org und www.orderofmalta.int


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