Tipps für Verkehrsteilnehmer in der Winterzeit - Malteser Notfallmediziner: „Erfrierungen sind schon ab fünf Grad möglich“

Köln. Die Winterzeit erfordert von den Verkehrsteilnehmern besondere Vorsicht. „Im Winter gelten andere Regeln zum eigenen Schutz und zur Ersten Hilfe“, sagt der Malteser Notfallmediziner Dr. Michael Schaal. „Erfrierungen und Unterkühlungen sind auch ohne Frost, schon ab etwa 5 Grad, möglich.“ Die Malteser geben daher folgende Tipps für die kommenden Monate:

Autofahrer sollten:

  • sich Decken sowie haltbare Snacks und nichtalkoholische Getränke ins Auto legen – lange Staus durch Schnee und Eis können zu unerwartet langen Wartezeiten im Fahrzeug führen
  • Handschuhe, reflektierende Westen und eine Taschenlampe ins Handschuhfach packen – bevor sie das Auto verlassen, haben sie somit bis auf das Warndreieck alles griffbereit, was sie für die Eigensicherung etwa nach einem Defekt des Autos benötigen
  • den Verbandkasten auffrischen, wenn nötig; vor allem die isolierenden Rettungsdecken sind jetzt wichtig
  • die Heizung im Auto nicht zu hoch drehen; Wärme, Dunkelheit und eine auch nur leichte Ermüdung führen zu Unaufmerksamkeit und längeren Reaktionszeiten
  • Autoscheiben und Straßenoberflächen reflektieren durch den vermehrten Niederschlag besonders; langsamer fahren als sonst

Zweiradfahrer sollten:

  • auf gut sitzenden und wärmenden Gesichtsschutz achten
  • immer Kleidung gegen Nässe und Kälte bei sich haben
  • Helm und zusätzliche Reflektoren tragen
  • auf Fahrten bei Schnee und Eis völlig verzichten, da die Verletzungsgefahr wegen mangelnder technischer Hilfsmittel noch größer ist als bei anderen Fahrzeugen

Verletzte Personen müssen vor Kälte – auch Wind – und Nässe geschützt werden. Handys haben nicht immer Empfang, so dass das Absetzen eines Notrufs nicht immer möglich ist. Notfallmediziner Schaal: „Unsere dringende Empfehlung lautet: Frischen sie ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf. Das gibt Sicherheit und kann Menschenleben retten.“


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