Rollstühle und Know-how aus Deutschland helfen weißrussischen Menschen mit Behinderung - Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, 3.12.

Köln. Der Kontakt zwischen den Maltesern aus Deutschland und der weißrussischen Caritas verändert die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in dem osteuropäischen Land. Darauf weist der Malteser Landeskoordinator für Weißrussland, Aloys Schmiegelt, hin. „In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Verhältnis der örtlichen Behörden zum Umgang mit behinderten Menschen spürbar entkrampft“, sagt Schmiegelt, der ehrenamtlich mehrere Wochen im Jahr in Weißrussland verbringt und die Hilfe der deutschen Malteser an die richtige Stelle leitet.

Bis zu 100 Rollstühle und anderes Hilfsgerät für Menschen mit Behinderung transportieren die Malteser und ihre Partner jährlich in die vier Diözesen des Landes. Noch wichtiger als Waren aber ist der Know-how-Transfer: Weißrussische Caritasvertreter und deutsche Malteser suchen zum Beispiel nach Lösungen, wie in dem zentralistisch regierten und armen Land freiwilliges Engagement und Ehrenamt gefördert werden können. Denn praktische Hilfen wie Fahrdienste, Besuchs- und Begleitungsdienste oder ein Essen auf Rädern sind wegen der hohen Kosten ohne unbezahlte Helfer nicht denkbar.

Zwar werden die Rechte von und Hilfen für Menschen mit Behinderung in der politischen Öffentlichkeit weiterhin ausgeblendet. Doch die spürbaren Verbesserungen auf der regionalen  Ebene machen der Caritas Belarus und den deutschen Maltesern Mut: „In ein paar Jahren werden wir den gegenseitigen Besuch zwischen Menschen mit Behinderungen aus beiden Ländern hinbekommen“, glaubt Schmiegelt. Bis dahin sollen die konkreten Hilfen in Kinderheimen, Schulen und Werkstätten ausgebaut werden. In Slonim, einer Stadt im Westen Weißrusslands, gibt es eine kleine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, die jetzt um einen Wäschereibereich aufgestockt werden soll. 35 Menschen arbeiten hier. Sie gehören zu den immer noch wenigen, die trotz ihrer Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

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Die Malteser rufen zu Spenden auf:
Malteser Hilfsdienst e. V.
Konto 120 120 120
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Stichwort: „Weißrussland“
Oder online: www.malteser-spenden.de
 
Achtung Redaktionen:
Aloys Schmiegelt, Malteser Landeskoordinator Weißrussland, steht für Interviews zur Verfügung. Vermittlung über Tel. 0221/98 22-125.


Christlich und engagiert: Die Malteser setzen sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit • 65.000 Engagierte in Haupt- und Ehrenamt • an mehr als 700 Orten • 1 Mio. Förderer und Mitglieder


Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125, Fax 0221/9822-78 125;
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