Psychosoziale Notfallversorgung: Wenn dem Kopf alles zu viel wird

Es ist eine Premiere: Zum ersten Mal sitzen mit Rainer Boos (48) und Reiner Fleischmann (47) zwei Vertreter der „Psychosoziale Notfallversorgung“ – kurz PSNV – im Führungsstab der Malteser beim Katholikentag. „Bisher hat der Einsatzleiter die Einsatzkräftenachsorge über die interne Hotline angefordert“, erklärt Fleischmann. Das heißt, dass die PSNV bei Bedarf gerufen wurden. „Aus den Erfahrungen bei der Loveparade haben wir für uns mitgenommen: Es ist gut, wenn wir Strukturen vorhalten, damit wir im Fall der Fälle schneller zur Stelle sind und die Betroffenen unterstützen können“, so Fleischmann weiter. Natürlich sei der Katholikentag eine andere Veranstaltung als die Loveparade. Drogen und Alkohol spielen in Mannheim keine Rolle, dafür aber die Reizüberflutung. „Wenn die Menschen beim Katholikentag von einer Veranstaltung zur anderen hetzen, weil sie nichts verpassen wollen, kommen der Körper und der Kopf nicht zur Ruhe. Da kann dem einen oder anderen schon mal alles zu viel werden“, sagt Fleischmann und ergänzt: „Oft reicht es da, ein offenes Ohr für die Sorgen zu haben, und demjenigen zu raten, sich eine Stunde hinzulegen.“


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