Masernepidemie in der Demokratischen Republik Kongo: Malteser International unterstützt Impfkampagne im Süd-Kivu

Bukavu/Köln. Vom 18. bis 22. Mai unterstützen elf Teams von Malteser International in elf Gesundheitszonen in der Provinz Süd-Kivu die Impfung von mehr als 630.000 Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und 15 Jahren gegen Masern. Insgesamt müssen allein im Süd-Kivu in 25 Gesundheitszonen fast 1.200.000 Kinder geimpft werden, um sie vor einer Ansteckung zu schützen und eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern. Besonders stark gefährdet sind alle Kinder unter fünf Jahren.

Die Malteser arbeiten eng mit dem Kinderhilfswerk UNICEF zusammen, das die Impfstoffe zur Verfügung stellt, sowie mit lokalen Gesundheitsbehörden. „Unsere Teams koordinieren 733 lokale Teams, die in den Dörfern mit Megaphonen unterwegs sind, um die Bevölkerung über die Impfkampagne zu informieren“, berichtet Christof Ruhmich, Malteser International Programmkoordinator, aus Bukavu. An Kirchen, Moscheen, Schulen und auf Marktplätzen weisen die Malteser mit Plakaten auf die Notwendigkeit der Impfung hin; TV- und Radiospots nennen Orte und Termine für die Impfungen. Von Bukavu und weiteren Standorten aus verteilen die Malteser die Impfstoffe auf die Gesundheitszentren in den elf Zonen. „Ganz besonders wichtig für den Erfolg einer Impfkampagne ist die Einhaltung der Kühlkette. Der Impfstoff muss kontinuierlich kühl gelagert werden“, erläutert Ruhmich. „Hierfür nutzen wir dezentral aufgestellte und mit Petrol betriebene Kühlschränke und hunderte mobile Thermoboxen.“  Die Malteser bereiten das einheimische Personalien den Gesundheitszentren auf die Impfkampagne vor und sorgen dafür, dass die Mütter ihre Kinder zum Impfen bringen, infizierte Patienten qualifiziert behandelt werden und ein genaues Monitoring der Krankheitsfälle erfolgt.

Die von ECHO (Büro für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission) finanzierte Impfkampagne wird auch in vier weiteren Provinzen der DR Kongo durchgeführt. Seit September 2010 hat sich die Masernepidemie alarmierend ausgeweitet: Allein 2011 hatten sich bis Mitte April laut Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums 2.493 Menschen in fünf Provinzen mit Masern infiziert; sieben Menschen starben bisher an der Erkrankung. - Masern sind hochansteckend und können Lungenentzündung, Mangelernährung, starke Austrocknung oder Ohren- und Augenentzündungen auslösen. Bei fehlendem Impfschutz können Masern bis zu 15 Prozent der erkrankten Kinder töten. Bei besonders anfälligen Gruppen – etwa bei Menschen, die auf der Flucht sind oder an Mangelernährung leiden – kann die Sterblichkeitsrate auf bis zu 25 Prozent ansteigen, wenn die Kranken nur eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. In weiten Teilen der DR Kongo ist das der Fall.

Achtung Redaktionen!
Christof Ruhmich, Malteser International Programmkoordinator, steht in Bukavu/DR Kongo für Interviews zur Verfügung. Anmeldung bitte unter: 0221 98 22 125 oder 0160-7077689.

Zur Unterstützung ihrer Gesundheitsprojekte in der DR Kongo bitten die Malteser um Spenden.
Spendenkonto 120 120 120,
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),
Stichwort: „Kongo“
Online-Spenden: www.malteser-spenden.de

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit.

Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125, Fax 0221/9822-78 125;
presse@malteser.org; www.seniorengarten.live


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