Malteser zum Welttoilettentag, 19.11. - Beim Bau von Toiletten kulturelle Unterschiede beachten

Köln. Auf die Toilette zu gehen ist für die meisten Menschen in Europa  eine normale  Angelegenheit. Doch für Millionen Menschen, die keine Toilette zur Verfügung haben, wird die Suche nach einem „stillen Örtchen“ zur täglichen Herausforderung. Die Malteser fordern mit Blick auf den morgigen Welttoilettentag, einen besseren Zugang zu sanitären Einrichtungen zu schaffen. Da eine Toilette mehr als nur eine Stelle für die Notdurft sein sollte, sind auch kulturelle Aspekte zu berücksichtigen.

2,6 Milliarden Menschen fehlt es weltweit an grundlegenden sanitären Einrichtungen, berichtet die Weltgesundheitsorganisation. „Diese Menschen müssen sich jeden Tag fragen, wo sie auf die Toilette gehen und dabei ein Mindestmaß an Privatsphäre bewahren können“, sagt Arno Coerver, Malteser International Regionalkoordinator für Wasser, sanitäre Grundversorgung und Hygiene (WASH). „Viele warten, bis es dunkel ist, und gehen dann in die Büsche. Das ist nicht nur schwierig und ungesund, sondern auch gefährlich – vor allem für Frauen, Kinder und Kranke.”

Beim Toilettenbau suchen die Malteser in den Projektgebieten nach kosteneffizienten, technisch einfachen und sicheren sanitären Lösungen. Die Ergebnisse variieren je nach kulturellen Bedürfnissen und geologischen Gegebenheiten. In Myanmar zum Beispiel hat sich die Bevölkerung entschlossen, zusammen mit den Maltesern pro Latrine zwei Gruben zu bauen, die dann abwechselnd verwendet werden. „Die Menschen hatten die Idee, eine möglichst leichte Konstruktion zu errichten. So können sie das Häuschen einfach von einer Grube auf die andere versetzen”, berichtet Coerver. Auch Aufklärungskampagnen sind Teil der Arbeit der Malteser. Denn immer noch sterben jährlich 2,4 Millionen Menschen – darunter 4.000 Kinder pro Tag – wegen  fehlender Sanitäranlagen und mangelnder Hygiene.

Seit Mittwoch findet in Bonn die internationale Nexus-Konferenz statt, bei der sich Malteser International gemeinsam mit anderen deutschen Hilfsorganisationen für das Thema WASH einsetzt. Roland Hansen, Abteilungsleiter für Asien und Haiti bei Malteser International und Vertreter im  WASH-Netzwerk, kritisiert den geringen Fortschritt im weltweiten Bemühen, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sanitären Anlagen bis 2015 zu halbieren. “Bei diesem Milleniumsziel gab es bisher den geringsten  Fortschritt. Wir müssen dem Bereich WASH endlich die Aufmerksamkeit schenken, die er verdient.“

Mehr Informationen über die WASH-Programme der Malteser finden Sie hier.

Die Malteser rufen zu Spenden auf:
Malteser Hilfsdienst e. V.
Konto 120 120 120
Bankleitzahl 370 205 00
Stichwort: „Wash“
Oder online: www.malteser-spenden.de
 
Achtung Redaktionen:
Roland Hansen, Abteilungsleiter Asien von Malteser International, steht für Interviews zur Verfügung. Vermittlung: Tel. 0221-9822-125.

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unpar-teilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.int


Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125, Fax 0221/9822-78 125;
presse@malteser.org; www.seniorengarten.live


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