Gestern haben wir hier in Japan den "Tag der Kinder" gefeiert. Wir haben versucht, den Tag auch schön zu gestalten für unsere Kinder - mit einer Kleinigkeit als Geschenk und einem besonderen Essen. Früher haben wir auch geschmückt und haben einen Ausflug gemacht - das ist jetzt natürlich alles nicht drin.
Eigentlich sind Nachbeben weniger häufig und auch nicht mehr so stark wie noch vor einer Woche - aber gestern stand in der Zeitung, dass wir auch mit einem großen Nachbeben rechnen müssten. Da wächst natürlich bei uns allen wieder die Unruhe - jedes kleinere Beben könnte sich ja ausweiten und das Gleichgewicht hat man ohnehin noch nicht wieder.
In den vergangenen Tagen hatten wir zahlreiche Besucher, die sich die Schäden am Heim ansehen wollten. Man merkt schon, dass das den Kindern zu viel ist. Vor allem haben so viele Fotoapparate dabei, weil sie die Schäden fotografieren wollen. Die Kinder verstecken sich dann und wollen nicht fotografiert werden. Das wird dauern, bis sich das auch wieder normalisiert.
Insgesamt ist das Leben noch umständlich - auch weil wir ein Bad nicht nutzen können - und durch die Feiertage jetzt ist auch der Schulalltag noch nicht wieder so da - das wird noch bis Juni dauern.
Ihre Schwester Caelina