Japan: Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben - Malteser bauen Kinderheim wieder auf

Köln/Ichinoseki. Dank der großen Spendenbereitschaft in Deutschland und anderen Ländern kann Malteser International den Wiederaufbau des Kinderheimes „Fujinosono“ in der nordostjapanischen Stadt Ichinoseki mit 4,8 Millionen Euro unterstützen. Die Spenden stammen von privaten Spendern aus Deutschland und Österreich, der Allianz AG, der Siebold-Gesellschaft und dem internationalen Netzwerk der Caritas sowie Aktion Deutschland Hilft. Zahlreiche Malteser Gliederungen hatten in kreativen Aktionen ebenfalls zu Spenden zugunsten des Kinderheims aufgerufen.

Ein überraschend schneller Baubeginn ist schon für Anfang 2012 geplant, mit dem Einzug der Kinder im Alter von 3-18 Jahren in ihr neues Heim an gleicher Stelle wird für Ende 2012 gerechnet. Übergangsunterkünfte müssen daher ab November dieses Jahres errichtet werden. Das neue Haus wird zu den ersten Neubauten der 125.000 Einwohner-Stadt nach dem Beben gehören. Sr. Caelina Mauer, Heimleiterin und Projektpartnerin der Malteser, freut sich über die enorme Hilfsbereitschaft. „Wir sind heilfroh, dass wir mit den Spenden aus Deutschland und Österreich unseren Kindern so schnell wieder ein vor allem erdbebensicheres Dach über dem Kopf geben können.“ Das Kinderheim war bei dem Erdbeben am 11. März schwer beschädigt worden. Wegen Einsturzgefahr sind einige Räume seither unbewohnbar. Die Nachbeben lösen bei den zum Teil traumatisierten Kindern und den Betreuern trotz psychologischer Unterstützung immer noch Angst und Schrecken aus.

Der Leiter der Asienabteilung von Malteser International, Roland Hansen, ist zurzeit in Ichinoseki und Tokio, um sich über die Bauplanung zu informieren. „Die Kinder und die Mitarbeiter sind bei der Konzeption stark einbezogen worden“, sagt er. Zudem werde mit der besonders energieeffizienten Bauweise, die ein Wunsch der Mitarbeiter nach der Katastrophe war, ein Modellprojekt für Nordjapan geschaffen. Das Kinderheim wird zudem mit einer alternativen Energieversorgung ausgestattet und kann sich damit im Katastrophenfall selbst versorgen und auch der umliegenden Bevölkerung als Evakuierungszentrum mit funktionierender Wasser- und Stromversorgung dienen. Nach dem Beben im März hatte das Haus wie viele andere in der Region auch zunächst weder Heizung noch Warmwasser.

Achtung Redaktionen:
Sr. Caelina Mauer, Heimleiterin des Kinderheims und Thuiner Franziskanerin, und Roland Hansen, Abteilungsleiter Asien von Malteser International, stehen für Interviews zur Verfügung. Vermittlung: Tel. 0221-9822-125.

Zur Unterstützung ihrer Katastrophenhilfe bitten die Malteser um Spenden.
Spendenkonto 120 120 120,
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),
Stichwort: „Katastrophenhilfe“
Online-Spenden: www.malteser-spenden.de

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org

Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125, Fax 0221/9822-78 125;
presse@malteser.org; www.seniorengarten.live


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