Köln/Marsabit. Angesichts der großen Not in Afrika weiten die Malteser ihre Hilfe in der Diözese Marsabit im Nordosten Kenias aus. „Dank der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung können wir fast dreimal so vielen Menschen helfen wie ursprünglich geplant“, so Ute Kirch, Nothilfekoordinatorin der Malteser, die vor wenigen Tagen aus Afrika zurückkehrte. In den nächsten Wochen sollen weitere Nahrungsmittel für rund 43.000 Menschen nach Marsabit transportiert werden. Neben Reis, Öl und Bohnen bekommen besonders Kinder, schwangere und stillende Frauen sowie alte und kranke Menschen eine protein- und vitaminreiche Zusatznahrung.
In der Region von der Größe Bayerns sind zwei Regenzeiten ausgefallen, die Weidegründe ausgetrocknet, so dass das Vieh stirbt und die Familien kein Geld haben, um Lebensmittel zu kaufen. „Die Aussichten sind nicht gut“, so Kirch. „Ende Oktober soll die kleine Regenzeit beginnen, doch selbst wenn es regnet, wird es nicht ausreichen, es wird viele Monate wenn nicht Jahre dauern, bis sich Mensch und Tier von den Folgen dieser Dürre erholt haben.“ Kirch ist davon überzeugt, dass längerfristiges Engagement gefragt ist, damit sich die Bevölkerung für künftige Dürren wappnen kann – unter anderem durch den Aufbau von Getreidebanken und Einkommen schaffenden Maßnahmen.
Achtung Redaktionen: Ute Kirch, Nothilfekoordinatorin von Malteser International, ist noch bis Montag, 15.8. in Deutschland und steht für Interviews zur Verfügung. Vermittlung 0221-9822-125.
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Orga-nisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unpar-teilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org
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