Köln/Hamburg. Für den Hamburger Erzbischof Werner Thissen „berührt der medizinische Dienst an Menschen, die in der Illegalität und in der größten Not leben, das Mark christlichen Glaubens“. Bei einer Feierstunde aus Anlass des fünfjährigen Bestehens der Malteser Migranten Medizin (MMM) im Hamburg sagte Thissen am Mittwochabend weiter: „Kern der biblischen Botschaft ist: Fremdenliebe ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit. Am Umgang mit unseren Mitmenschen aus anderen Ländern zeigt sich, ob wir verstanden haben, was das Leben unter Menschen ausmacht.“
Die Malteser Migranten Medizin hilft mit ehrenamtlichem medizinischen Personal Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus, die mit meist schweren Erkrankungen oder in der Schwangerschaft ärztliche Hilfe unter Wahrung ihrer Anonymität benötigen. 2001 wurde die erste MMM-Praxis in Berlin gegründet, mittlerweile finden sich die Angebote in elf Städten.
Thissen, der auch Schirmherr des Hamburger MMM-Angebots ist: „Die Malteser-Migranten-Medizin ist in ihrer zupackenden Art ebenfalls ein entschiedenes Kontrastprogramm zu den Ressentiments und dem Hass gegenüber Migranten. Ich bin allen Personen sehr dankbar, die sich bei der MMM engagieren: den Medizinern, auch jenen im angeschlossenen Netzwerk, den vielen Spendern und den Maltesern.“