Der Katholikentag möchte die Aufbrüche und Umbrüche in der Gesellschaft diskutieren. Ein wichtiges Thema griff das Podium „Sterben – Fragen an das Leben“ auf. Denn immer mehr Möglichkeiten, das Leben durch den medizinischen Fortschritt zu verlängern, führen auch zu immer mehr Fragen zur Würde am Ende des Lebens. Darin waren sich die Diskussionsteilnehmer, der frühere Ministerpräsident Bernhard Vogel, der Moraltheologe Gerhard Höver, der frühere Chefarzt und Buchautor Michael de Ridder, der Soziologe Reimer Gronemeyer und der Leiter der Malteser Fachstelle Hospiz und Palliativmedizin, Dirk Blümke, einig.
Den mehreren hundert Besuchern beschrieb Blümke unter anderem den Fortschritt in der Hospizarbeit in den vergangen 20 Jahren. Er wies auch auf die jüngsten Ansätze zur Trauerarbeit im Kinder- und Jugendbereich hin: „Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit“, lautet das Programm, das die Malteser in Schulen anbieten. Denn, so Blümke, „Kinder und Jugendliche haben andere Zugänge zum Sterben und zur Trauer als Erwachsene“.
In der Diskussion um den Sterbeprozeß wurden auch Unterschiede zwischen dem Mediziner de Ridder und Blümke deutlich. Wo Blümke die Kommunikation und Beziehung zwischen Sterbendem und Mediziner betonte, pointierte de Ridder die Selbstbestimmung des Sterbenden: „Letztlich muss der Sterbende entscheiden, ob er eine Lebensverlängerung will.“ Bernhard Vogel meinte, der Sterbeprozeß liege nicht in der Hand des Menschen, sondern letztlich in der Hand unseres Schöpfers.
Eine interessante Diskussion zum Thema „Sterben“
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