Köln/Islamabad. Um die Bevölkerung in Pakistan besser vor Katastrophen wie den gewaltigen Überschwemmungen des Swat und Indus vor einem Jahr zu schützen, setzen die Malteser besonders auf die Vorsorge. Derzeit reparieren sie im Süden Pakistans hunderte Brunnen und Handpumpen. Die Brunnen werden durch Sockel und Verschlüsse gegen eindringendes Oberflächenwasser, das das Grundwasser verunreinigt, geschützt. Ferner werden Angestellte öffentlicher Gesundheitszentren im Swat-Distrikt geschult, schneller und effizienter auf einen so genannten Massenanfall von Verletzten reagieren zu können. 13 Gesundheitseinrichtungen und vier Schulen, die vom Wasser zerstört wurden, bauen die Malteser wieder auf.
Dr. Jürgen Clemens, Referent von Malteser International, betont die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. „Wir sind seit Jahren im Land, man kennt und vertraut uns“, fasst der Pakistan-Experte das Verhältnis zwischen den Behörden im Norden und der Hilfsorganisation zusammen.
Nach den außergewöhnlich starken Regenfällen im Himalaya Ende Juli 2010 waren die Flüsse über die Ufer getreten und hatten Hab und Gut fortgerissen. Sieben Millionen Menschen benötigten humanitäre Hilfe. Über Monate mussten sie versorgt werden, weil Brunnen und Trinkwasser verunreinigt, die Felder überschwemmt und Vorräte vernichtet waren.
Malteser International hatte mit zehn mobilen medizinischen Teams 90.000 Menschen in von der Flut betroffenen Orten behandelt. 22.000 erhielten Trinkwasser und Nahrungsmittel, für mehr als 85.000 Menschen wurde Trinkwasser durch größere Anlagen oder tragbare Wasserfilter gereinigt. Im Winter wurden im Hochgebirge Kohistans winterfeste Notunterkünfte für 3.500 Menschen bereitgestellt.
In den zwei nördlichen Projektstandorten (Swat und Kohistan) sowie einem im Süden (Punjab) setzen die Malteser im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Euro zur Nothilfe ein. In 2011 werden vier Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, der Weltgesundheitsorganisation, der deutschen Caritas und privater Spenden verwendet.
Achtung Redaktionen:
Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent von Malteser International, steht in den kommenden Tagen ab 14 Uhr MESZ in Islamabad für Interviews zur Verfügung.
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Die Malteser sind auf Spenden für Pakistan angewiesen:
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Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Orga-nisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unpar-teilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org
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