Einen Blick in die Vatikanischen Gärten erhaschen Romtouristen nur selten: Direkt hinter dem Petersdom lassen unsere Pilger ihre Augen über grüne Hügel und exotische Pflanzen wandern. Doch dabei wollen wir es nicht belassen. Mit Rollstuhl und Rollator geht es, dank vieler helfender Hände, hinein in die Gärten und den Berg hinauf. Zumindest von außen werfen wir einen Blick auf die Wohngemächer von Papst Franziskus und des früheren Papstes Benedikt.
Gartenfreundin Maria gerät beim Anblick der großen Bäume und der gepflegten Beete ins Schwärmen. Um den eigenen Garten kann sich die 90-Jährige selbst nicht mehr kümmern und hat ihn die Hände der nächsten Generation gegeben. Umso mehr genießt sie es, dieses ganz spezielle Fleckchen Grün im kleinsten Staat der Welt zu Gesicht zu bekommen: „Im nächsten Jahr bin ich ja noch älter …“ Da hieß es: „Jetzt oder nie!“ Im Paderborner Bus lernte sie noch eine Dame kennen, mit der sie hervorragend übers Gärtnern fachsimpeln kann. Nach dem Besuch der Vatikanischen Gärten gibt es sicherlich viel zu bereden.
So versteckt sich hinter den Mauern noch ein Hubschrauberlandeplatz, den vor allem Johannes Paul II. für seine vielen Auslandsreisen intensiv genutzt hat. Er ließ 1983 auch die Lourdesgrotte nachbauen. Die Ruhe vor der Madonna lädt die Wallfahrer zu einem kleinen Gebet ein. Alle genießen es sichtlich dem Trubel der Stadt ein wenig zu entfliehen und in eine andere Welt einzutauchen.
Berg- und Talfahrt in den Vatikanischen Gärten
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